News - Executive MBA HSG


18.06.2015

Interview mit Geri Moll, Alumni EMBA HSG


Geri Moll absolvierte den EMBA Nummer 25 an der Universität St.Gallen.
Sein Studium zum diplomierten Ingenieur schloss er an der HTL (Höhere Technische Lehranstalt) in Winterthur ab. Seit dem Jahre 1988 ist Geri Moll als CEO bei Noser Engineering AG tätig.

 

Profil:

Zwei Jahre nach meinem Ingenieur-Studium stieg ich in die Informatik ein, wo ich bis heute geblieben bin.
Meine Berufserfahrung konnte ich bei Noser Engineering stetig so spannend erweitern, dass ich in der Zwischenzeit 27 Jahre dabei bin. Projektleiter-Geschäftsleiter-Aufbau der Firma-Gründung von Auslandgesellschaften.
Und neu ist zusätzlich noch die Aufgabe als VRP der Noser-Gruppe dazugekommen. Eine weitere spannende Herausforderung


Sie sind CEO bei Noser Engineering AG; welches sind die grössten Herausforderung in Ihrer Aufgabe?

 

Das sind drei Haupt-Aspekte.
Die erste: die Firma konsequent auf Kundennutzen zu fokussieren, so dass unsere Kunden gerne und immer wieder mit uns zusammenarbeiten. Das zeigt sich in einer hohen Kundenzufriedenheit und einer hohen Wiederbestell-Quote.

Die zweite, Noser Engineering ist eine dezentral organisierte Firma mit dem Ziel, Kunden lokal bedienen zu können. Da ist die Herausforderung, die verschiedenen Interessen, die verschiedenen Persönlichkeiten und Aktivitäten so zu lenken, dass wir gemeinsam und fokussiert erfolgreich sein können.

Und drittens ist es eine grosse Herausforderung, in einem Projektgeschäft Kontinuität und damit eine konstant hohe Auslastung zu erreichen. Das erfordert von unseren Business-Unit- und Geschäfts-Leitern eine umsichtige Planung. Und von unseren Mitarbeitenden einen hohen Einsatz. Dazu müssen unsere Rahmenbedingungen stimmen.


Das Motto von Noser Engineering AG lautet: ‘Technologie - Lebensfreude - Leistung'. Inwiefern wird dieses Motto im Arbeitsalltag umgesetzt?

 

Lebensfreude: Es lautet sogar Lebensfreude-Technologie-Leistung. Das heisst, die Lebensfreude steht zuoberst. Wer sich wohlfühlt, wer sich freut, am Morgen zur Arbeit zu fahren, der ist zufriedener und leistungsfähiger. Ich mag es, wenn ich ein Lachen aus der Kaffee-Ecke oder aus den Büros höre. Ich wünsche jedem, dass er Lebensfreude spürt. In dem, was er tut, aber auch ausserhalb des Jobs. Deshalb bin ich kein Freund des Begriffs Work-Life-Balance. Wenn Work kein Teil von Life ist, habe ich ein Problem, dann wird es zur Last.

 

Technologie: Wir sind ein Technologie-Unternehmen. In permanenter Aus- und Weiterbildung bleiben unsere Ingenieure auf dem neusten Stand der Technik. Davon profitieren unsere Kunden und es ist für unsere Mitarbeitenden spannend.

 

Leistung: Ich sage immer, wir sind ein Hochleistungs-Unternehmen. Unsere Projekte fordern, für unsere Kunden leisten wir viel. Und hier schliesst sich der Kreis. Wenn wir schon Höchstleistungen erbringen, dann am liebsten mit Freude - mit Lebensfreude. Denn was man gerne tut macht man besser.


Herr Moll, seit dem Abschluss des EMBA HSG sind schon einige Jahre vergangen, welchen Mehrwert ziehen Sie auch heute noch daraus und aus welchem Modul konnten Sie den grössten Nutzen ziehen?

 

Aus keinem Einzelnen. Das EMBA HSG ist für mich eine gute Übersicht über Unternehmensführung. Es ermöglicht, aus all den einzelnen Puzzle-Teilen ein gesamtes Bild zu gewinnen. Welches Teil eines Puzzles ist das Beste? Unternehmensführung hat zu tun mit Strategie, mit Mitarbeitenden, mit Marketing, mit Recht, mit Finanzen usw., die Gesamtübersicht ist das Wertvolle.

Und für mich auch die vielen guten Kontakte. Man verbringt 100 Tage zusammen, zum Teil unter Stress-Situationen, man ficht auch mal einen Strauss aus und erreicht gemeinsam Ziele. Das verbindet. Man lernt sich kennen. Zum Teil sind daraus bis heute Freundschaften geblieben.


Was waren seinerzeit Ihre Beweggründe, das EMBA HSG-Studium zu absolvieren?

 

Ich habe mich zeitlebens weitergebildet. Nach dem Studium bildete ich weiter zum Verkaufs-Ingenieur, später folgte der Wirtschafts-Ingenieur. Daneben unzählige Weiterbildungen, auch im Bereich Personality.

Da war eine Weiterbildung am EMBA HSG ein nächster logischer Schritt. Für die HSG habe ich mich aus zwei Gründen entschieden. Zum einen sicher die gute Reputation. Wenn ich schon den Aufwand leisten sollte, dann mit einem anerkannten Abschluss. Der zweite war das Modul-Konzept. Zwei Wochen Ausbildung, sechs Wochen am Arbeiten. So konnte ich das am besten organisieren.

 

Persönliches:

Ein erfolgreicher Arbeitstag zeichnet sich aus durch...

zielgerichtete Entscheidungen.


Ich entspanne am besten ....

Bei einem gemütlichen Abend. Bei Gesprächen mit meiner Frau am Feuer, im Garten oder in unserem Ferienhaus.


Man kann mich am meisten ärgern mit ...

Überheblichkeit.

 

Glück bedeutet für mich ...

viele glückliche Momente erleben zu dürfen. Glück ist kein Dauerzustand.


Der Executive MBA HSG war für mich ...

eine spannende Zeit, in der ich viel gelernt und spannende Menschen kennengelernt habe.